Milliardenkredit für ThyssenKrupp

 Milliardenkredit für ThyssenKrupp

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Essen (pte036/30.04.2020/13:30) – Der deutsche Industriekonzern ThyssenKrupp http://thyssenkrupp.de erhält vom Staat einen Hilfskredit von rund einer Mrd. Euro. Die Coronavirus-Krise sorgt bei dem Unternehmen, das stark von der Automobilindustrie abhängig ist, für starke Umsatzeinbußen. Jetzt hat sich ThyssenKrupp mit der KfW-Bankengruppe auf eine Förderung geeinigt.

Probleme schon vor der Krise

Es sei „unheimlich herausfordernd gewesen, eine Absicherung auf die Beine zu stellen für die 20 Prozent Selbstbehalt, für den private Banken gerade stehen müssen“, erfuhr das „Handelsblatt“ aus informierten Kreisen. Bei dem Staatskredit standen ThyssenKrupp die Deutsche Bank, Goldman Sachs und JP Morgan als Berater zur Seite.

Bereits vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie hatte ThyssenKrupp mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. In der Krise haben viele Kunden aus der Automobilbranche ihre Bestellungen zurückgefahren, was die Lage noch verschlechtert hat. ThyssenKrupp musste kürzlich seine Prognose für das bis Ende September laufende Geschäftsjahr 2019/20 zurücknehmen.

Überbrückung bis zu Aufzugs-Deal

ThyssenKrupp wird seine Aufzugssparte an ein Finanzkonsortium verkaufen, um seine Schuldenlast zu verringern. Da dieser Deal jedoch noch nicht von den Kartellbehörden freigegeben ist, kann der Konzern nicht auf den Erlös von etwa 17 Mrd. Euro zurückgreifen. Laut dem Bericht erwartet das Unternehmen aber im Juni 2020 eine erfolgreiche Transaktion. Bis das Geld aus dem Verkauf der Aufzugssparte eingegangen ist, soll der Staatskredit die Engpässe von ThyssenKrupp überbrücken.

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