1.5 Milliarden für die Swiss!

 1.5 Milliarden für die Swiss!

Photo by 🇨🇭 Claudio Schwarz | @purzlbaum on Unsplash

Vor 20 Jahren waren 500 Millionen. Die Banken hatten die Swissair nicht geholfen. Jetzt braucht die Swiss eine gigantische Summe, und zwar 1.5 Milliarden!

Der Flugverkehr ist blockiert, und die Flugzeuge müssen am Boden bleiben. Das bringt für die Fluggesellschaften, die Flughäfen und andere flugnahe Unternehmen riesige finanzielle Probleme. Der Bundesrat hat mehrmals angekündigt, eine finanzielle Hilfe an die Fluggesellschaften Swiss und Easyjet sowie die drei Landesflughäfen und flugnahe Betriebe anzubieten. Das Hauptziel besteht darin, die «wichtige Infrastruktur» zu behalten.

Das Rettungspaket für die Schweizer Luftfahrt nach verschiedenen Verhandlungen am Wochenende zeigen eine Unterstütztung sondergleichen. Die Resultate werden sehr wahrscheinlich Morgen veröffentlicht. Es scheint, dass die Swiss mit 1,5 Milliarden Franken unterstützt werden muss. Dabei handle es sich um Darlehen und Krediten von verschiedenen Banken, deren Rückzahlung von künftigen Gewinnen der Swiss abhängt. Wie bei den Notkrediten für die meisten Unternehmen, hilft der Bund nicht direkt mit Geld, sondern über Bürgschaften und Garantien.

Wieso muss man die Swiss retten?

Die Swiss gehört zur Zeit der Lufthansa Group. Die angeschlagene Swissair wurde fast symbolisch vor ca 20 Jahren verkauft, und dann enstand die Swiss. Für die Schweiz ist es extrem wichtig, eine eigene Fluggesellschaft zu haben. Die Schweiz hat keinen Zugriff zum Meer, somit muss die Ware durch Deutschland oder Frankreich transportiert werden.

Auch die Rheinschifffahrt hat aufgrund der verkehrsstrategisch günstigen Lage des Rheins an und zwischen wichtigen Wirtschafts- und Industriegebieten Europas eine lange und bedeutende Tradition. Heute gehört der Rhein zwischen Basel und seiner Mündung in die Nordsee zu den am stärksten befahrenen Wasserstraßen der Welt. Dementsprechend bestehen umfangreiche Bestimmungen und Abmachungen, die den Schiffsverkehr auf dem Rhein regeln.

Diese Abmachungen oder Verträge sind aber nur im Normalfall gültig. Als Erinnerung: Schiffcontainer wurden vor einem Monat in Deutschland blockiert, und die Container wurden geöffnet, um die Masken zu konfiszieren.

Diese Abhändigkeiten müssen in Zukunft beseitigt werden. Und die einzige Lösung ist die Luffahrt.

Gesetzesänderung für Betriebe der wichtigen Infrastruktur

Für flugnahe Betriebe sind ca 500 Millionen vorgesehen. Es muss sichergestellt, dass das Investement nur in der Schweiz eingesetzt wird. Involviert in dieser gigantischen Unterstützung sind z.B Skyguide, Swissport oder Gategroup. Die Ausgangslage ist ziemlich kritisch und auch sehr sensibel, da diese Firmen zum Teil von externen Investoren gekauft wurden. Konkret heisst es: wenn diese Firmen unterstützt werden, dann muss es sichergestellt werden, dass das Geld ausschliesslich in der Schweiz investiert hat.

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