USA-Iran Krieg 2026: Ursachen, Hintergründe und Folgen für Europa und die Schweiz
Der Krieg zwischen den USA und dem Iran markiert eine neue Eskalationsstufe im ohnehin angespannten Nahen Osten. Mit koordinierten Luftschlägen gegen militärische Einrichtungen, Führungsstrukturen und mutmaßliche Nuklearanlagen verfolgen Washington und Jerusalem ein klares strategisches Ziel: die nachhaltige Schwächung der militärischen Fähigkeiten Teherans und eine mögliche Destabilisierung des Regimes.
Seit Jahren stand ein solcher Schritt im Raum. Bereits unter Präsident George W. Bush wurde über ein militärisches Vorgehen diskutiert. Nun hat Donald Trump Fakten geschaffen. Die Angriffe richteten sich Berichten zufolge nicht nur gegen Infrastruktur, sondern auch gegen zentrale Figuren des iranischen Sicherheitsapparates, darunter Mitglieder der Revolutionsgarden. Ziel scheint es zu sein, die militärische Schlagkraft des Landes schnell und massiv zu reduzieren.
Israel unter Premierminister Benjamin Netanyahu unterstützt das Vorgehen offen. Offiziell wird von der „Befreiung des iranischen Volkes“ gesprochen. Kritiker hingegen sehen darin vor allem geopolitische Machtpolitik und innenpolitische Kalkulationen auf beiden Seiten. Für Trump kommt der Konflikt in einer politisch sensiblen Phase, für Netanyahu ebenfalls. Beide könnten von einem außenpolitischen Erfolg profitieren – oder an einer Eskalation scheitern.
Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf US-Stützpunkte in der Region sowie auf israelisches Territorium. Damit droht eine weitere Ausweitung des Konflikts. Besonders brisant: In Europa sind zahlreiche US-Soldaten stationiert. Sollten iranische Vergeltungsschläge diese Standorte ins Visier nehmen, wäre auch der Kontinent direkt betroffen. Energiepreise, Handelswege und Finanzmärkte reagieren bereits nervös.
Der Konflikt zeigt zudem eine grundsätzliche Verschiebung in der internationalen Ordnung. Völkerrechtliche Zurückhaltung scheint zunehmend geopolitischem Kalkül zu weichen. Machtprojektion und Abschreckung dominieren die strategische Agenda. Ob das iranische Regime den militärischen und politischen Druck langfristig übersteht, bleibt offen. Ebenso unklar ist, ob der Krieg zu einem Regimewechsel, zu langanhaltender Instabilität oder zu einer unkontrollierbaren regionalen Eskalation führt.
Fest steht: Die Auswirkungen reichen weit über Teheran, Washington und Jerusalem hinaus – auch Europa und damit die Schweiz werden die Folgen spüren.
